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Diskussion

Starthilfe für junge Communities?

jkay
Geschrieben am: Do 25.12.2008, 14:30
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Hallo,

kurze Frage zu einer Idee:
Kerngedanke ist, eine Dienstleistung für junge Communities anzubieten, und zwar, diesen Communities Starthilfe zu geben, indem wir viele Accounts registrieren und die Community aktiv erscheinen lassen durch Forenposts usw.
Für diese Dienstleistung würden wir dann eine Aufwandsentschädigung berechnen.

Was haltet ihr davon?
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dominikh
golfianer.de
#2 Geschrieben am: Do 25.12.2008, 14:36 (+00:06)
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Die Idee gibt es schon mehrfach. Einfach mal googeln.


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Norbert Hofmann
Unternehmensberater für Online-Marketing
#3 Geschrieben am: Do 25.12.2008, 15:40 (+01:03)
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Damit lässt sich meiner Meinung nach Geld verdienen.

Allerdings würde ich das Konzept so aufziehen, dass ihr anstatt viele Kunden
gleichzeitig zu betreuen, euch auf wenige konzentriert.
Das hat einen organisatorischen Vorteil.
Der zweite Punkt ist das Kundensegment.
Ich würde mich da auf "größere" Kunden spezialisieren.
Nicht auf die kleinen Fische, die mal 10 Forenposts am Tag brauchen.
Dabei würde ich auch die potenziellen Kunden direkt ansprechen.

Interessant ist natürlich auch das Pricing.
Wieviel Kosten 100 Accounts mit je 5 Postings am Tag?
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Nico B
second-dimension
#4 Geschrieben am: Do 25.12.2008, 16:54 (+01:14)
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Da ich von diesen Methoden nicht viel halte - Finde ich auch die Idee dementsprechend.


Das man damit Geld verdienen kann, möchte ich jedoch nicht abstreiten.


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Norbert Hofmann
Unternehmensberater für Online-Marketing
#5 Geschrieben am: Do 25.12.2008, 17:23 (+00:28)
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Weshalb stören dich solche Methoden?
Wenn dadurch neue User gewonnen werden ist das doch in Ordnung.
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Nico B
second-dimension
#6 Geschrieben am: Do 25.12.2008, 17:49 (+00:26)
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Ich glaube irgendwie, naiv wie ich bin, dass man solche Methoden nicht braucht, WENN man den Usern einen wirklichen Mehrwert bieten kann.

Das man das hunderste Spieleforum erst füllen muss ist klar. Das diese "Alibi" Beiträge, keinen wirklichen Wert haben aber genauso.


Grüße, Nico

Ps: Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel.


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Norbert Hofmann
Unternehmensberater für Online-Marketing
#7 Geschrieben am: Do 25.12.2008, 19:21 (+01:32)
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Fakt ist auf jeden Fall, dass es schwer ist, mit wenig oder gar keinen (aktiven) Usern,
neue User zu gewinnen.

Natürlich heiligt der Zweck nicht immer die Mittel.
Illegale Sachen würde ich natürlich nicht machen bzw. unterstützen.

Mal ein Beispiel was ich nicht machen würde:

Flirtcommunity betreiben und dann mit Fakemädels die Jungs anschreiben.
Zum Antworten müssen dann die Jungs bezahlen.
Da fällt mir auf, dass so ein Konzept gar nicht illegal ist.
Ich würde sowas aber dennoch nicht betreiben, da solche Methoden
für mich äußerst fragwürdig sind.
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retok
#8 Geschrieben am: Do 25.12.2008, 20:08 (+00:47)
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Ich glaube, dass es inzwischen extrem schwierig bis unmöglich geworden ist, ein Forum von 0 aufzubauen. Diejenigen, die schreiben können und wollen, tun das bereits schon irgendwo. Und dann gibt es die anderen 90%, die allenfalls lesen, aber selbst nie was beitragen würden. Denen bietest Du dann wie ein Clown eine Phantom-Unterhaltung. Kostet Geld, bringt aber nicht viel. Viele Internet-User sind passiv - und bleiben das auch.

Wenn man nun wirklich ein höchst nischenmässiges Thema findet das viele interessiert, dafür eine Seite mit Forum aufbaut, ja, das könnte vielleicht mit Glück noch funktionieren. Das geht dann aber auch ohne Geisterschreiber.
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Nico B
second-dimension
#9 Geschrieben am: Do 25.12.2008, 21:24 (+01:15)
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Die Frage die man sich dabei stellen sollte ist, braucht die Menschheit noch ein Forum im Sektor "XY" ?

QUOTE
Diejenigen, die schreiben können und wollen, tun das bereits schon irgendwo.

...



QUOTE
Flirtcommunity betreiben und dann mit Fakemädels die Jungs anschreiben.
Zum Antworten müssen dann die Jungs bezahlen.


Also dieses Beispiel unterscheidet sich vom Prinzip, nicht wirklich von Deiner geplanten Aktion. Der User wird mit Dingen ins Forum gelockt, die eigentlich nicht existieren.
Ob dies nun "user"(fake) sind, die 3-5 posts machen und dann nie wieder was schreiben - Logisch sollen sie ja auch nicht
oder
Ob man Bilder von 90*60*90 Girls einstellt um verzweifelte Seelen anzulocken...
Ich finde es ist im Prinzip das Gleiche.


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Norbert Hofmann
Unternehmensberater für Online-Marketing
#10 Geschrieben am: Fr 26.12.2008, 02:25 (+05:01)
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Gruppe: Member (aktiv)
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Hallo Nico,

das wird jetzt wahrscheinlich ein etwas längerer Beitrag.

Entweder du verstehst mich nicht richtig und/oder ich betrachte
das ganze etwas differenzierter als du.

Deswegen das Ganze nochmal ausführlich und mit noch mehr Beispielen.

Erstmal die rein persönliche Sicht:

Beispiel: Webmasterforum
Nehmen wir für das erste Beispiel diesen Thread hier.
Wenn der User "Nico B" von ayom angeheuert und bezahlt ist,
dann ist das für mich eine Verarsche.
Das gleiche gilt, wenn "Nico B" ein Bot ist.
Ich fühle mich dann einfach nur verarscht und hätte das Gefühl,
das die Zeit vergeudet wäre.
Das gilt bei mir grundsätzlich wo man sich mit Menschen austauscht.
Egal über was oder worüber.

Beispiel: Flirtcommunity bzw. Datingportal
Ich melde mich kostenlos an und will mich mal umgucken.
Ich bekomme dann eine Nachricht von ein oder mehreren Frauen.
Um diese Nachricht lesen zu können, muss man eine kostenpflichtige
Mitgliedschaft eingehen.
Und wenn ich dann mitbekomme, dass das Ganze überwiegend
ein Fake ist, dann fühle ich mich nicht nur verarscht,
sondern abgezockt.
Dann gehts aber rund blink.gif unsure.gif cool.gif

Wenn ich aber Informationen benötige,
z.B. ist mein PC kaputt und ich weiß nicht wie ich ihn wieder flott bekomme,
dann können mir 5 verschiedene User antworten.
Auch wenn die bezahlt oder gar Bots sind.
Wenn die Information passt, dann ist mir das sowas von Schei... egal,
wer mir da gerade geantwortet hat.

Noch ein anderes Beispiel:
Wenn ein Portal mit über 100.000 User wirbt und ich melde mich
deswegen an, stelle aber fest, dass die meisten User inaktiv sind
und nicht mal 10 User online sind, dann fühle ich mich auch
"nur" verarscht.

Ich hoffe, ich konnte rüberbringen, was ich meine.

Jetzt aber endlich zum Fachlichen.

Definition Community
Der Threadersteller spricht von Community.
Nur, was ist das genau?
Ein reines Forum, ein Kontaktnetzwerk wie Studivz und Xing,
ein Portal mit News, Informationen und Austauschmöglichkeiten für User
oder eine Sau, die durchs Dorf getrieben wird?

Grundsätzlich macht man etwas falsch, wenn man sich mit Kontaktnetzwerken wie Studivz
ohne bezahlte Premiummitgliedschaften den großen Cashflow erhofft.
Sieht man allerdings eine Community als strategisches Werkzeug um z.B.
Kundenanregungen für Produktverbesserungen zu bekommen,
direkt mit seinen Kunden in Kontakt zu treten oder
um zuszätlich Werbung für seine Produkte zu machen und
um den Crossmedialen Werbeeffekt auszunutzen.

Wenn jetzt aber ein ein Verlag herkommt und ein Kontaktnetzwerk
nur aufgrund der Basis der angemeldeten User kauft und der Verlag
das Ganze als "Standalone" Projekt ohne strategische Ausrichtung sieht,
dann ist das als Missmanagement zu bezeichnen, wenn die Einnahmen
nur aus Werbeschaltungen generiert werden sollen und keine Daten
bzw. Erfahrungswerte aus der Vergangenheit vorliegen.
Hier müssen sich dann die Entscheidungsträger eine Überprüfung
gefallen lassen, ob sie ihren Job richtig gemacht haben und ob
sie ihn weiterhin ausüben dürfen.
Ab einer gewissen Größenordnung bzw. Transaktionsgröße
(wenn es wie oben beschrieben schieflaufen sollte)
sollten die alten Entscheidungsträger ihren Job nicht mehr ausüben.

Um mal ein Beispiel zu nennen, wo Communitybuilding Sinn macht:

BMW
BMW erstellt eine Plattform rund ums Auto und Motorrad.
Dabei gibt es allgemeine Informationen wie z.B. übers Spritsparen,
Tipps für Fahranfänger und Fahrsicherheitstrainings.
Dabei nutzt BMW auch die Möglichkeit der direkten Interaktion
mit seinen Kunden indem es z.B. Verbesserungsvorschläge von
Kunden einholt oder Kundenwünsche anhört und dann überlegt
ob / wie man das ganze umsetzen kann.
Dabei ist BMW auch grundsätzlich für Kritik und Lob offen.
Somit nehmen die Kunden BMW ganz anders wahr.
Als innovatives, offenes Unternehmen.
Der Markenwert steigt somit.
Um User für die Plattform zu bekommen,
werden bereits vorhandene Daten genützt.
Z.B. aus Probefahrten oder Preisauschreiben.
Zusätzlich unterstützt noch der stationäre Handel den Aufbau
der Community, in dem es die Kunden direkt auf die neue Möglichkeit,
mit BMW kontakt aufzunehmen und kostenlose Informationen rund ums
Auto und Motorrad zu bekommen, anspricht.
Die Community wird somit nicht als Cashflow-Generator gesehen,
sondern als integrativer Bestandteil der strategischen Unternehmensausrichtung.

So, jetzt ist aber Schluss.
Ich will ja kein Buch über Communitybuilding bzw. -marketing schreiben...

Viele Grüße

Norbert

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